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Warum Onlinehandel nachhaltiger ist als der stationäre Handel

„Wenn wir online einkaufen, dann verursachen wir durch die individuelle Zustellung per Paketdienst und durch Retouren doch viel mehr CO2, als wenn wir einfach im Laden einkaufen!“ 

Diese oder ähnliche Aussagen hört man häufiger im Zusammenhang mit Bestellungen im Internet. Doch stimmt das wirklich?

In diesem Blog Beitrag möchten wir die Klimabilanz von Onlinehandel und stationärem Handel näher betrachten.

 

Der Wachstum des Onlinehandel

Onlinehandel gewinnt zunehmend an Relevanz. Insbesondere aufgrund der Schließung vieler Einzelhändler in der COVID-19 Pandemie ist der Umsatz im E-Commerce im Jahr 2020 um ca. 31 Prozent gestiegen. Im Jahr 2019 betrug das Wachstum hingegen „nur“ etwa 12 Prozent. Da der E-Commerce Sektor schneller wächst als der stationäre Handel, nimmt E-Commerce immer mehr an Bedeutung zu. So werden in Deutschland etwa 32 Prozent der Käufe von Mode und Accessoires im Internet getätigt.

 

Online oder doch lieber im Laden shoppen. Was ist nachhaltiger? 

In einer aktuellen Studie der internationalen Strategieberatung Oliver Wyman in Zusammenarbeit mit der Universität St. Gallen wurde die CO2-Bilanz von stationärem Handel und E-Commerce in 8 europäischen Ländern untersucht. Deutschland ist auch Teil der untersuchten Länder. 

Betrachtet wurden hierbei alle CO2-Emissionen, die in der gesamten Kette von der Fabrik bis zum Zuhause der Endkunden entstehen. Laut dieser Studie sind die CO2-Emissionen beim traditionellen Einkaufen in Ladenlokalen um den Faktor 1,5 - 2,9 höher, als beim Onlinehandel. Deutschland repräsentiert hierbei mit dem Faktor von 2,9 den höchsten Wert der untersuchten Länder. Im Schnitt beträgt der Faktor 2,3. Die Unterschiede zwischen den untersuchten Ländern kommen insbesondere durch den zu Grunde liegenden Energiemix zustande. 

Doch noch gravierender ist der Unterschied der CO2-Emissionen im Modesektor. Während in Deutschland durchschnittlich 1.051 Gramm CO2 je Produkt beim Onlinehandel anfallen, sind es beim stationären Handel 7.526 Gramm. Das entspricht einem Faktor von 7,2. 

Im Jahr 2020 hatte auch schon das Umweltbundesamt in einem Bericht zahlreiche Studien zu den Klimawirkungen von Onlinehandel ausgewertet. Auch hier lautete das Ergebnis, dass in der Mehrzahl der Fälle von einer ökologischen Vorteilhaftigkeit des Einkaufs im Internet gegenüber einem Einkauf im stationären Handel ausgegangen werden kann. 

 

Doch woran liegt das?

1. Flächennutzung 

Beim E-Commerce ist der Bedarf für Flächen für die Lagerung, die Logistik und den Verkauf von Produkten deutlich geringer. Auch müssen bei physischen Einzelhändlern Parkplätze für Kunden bereitgestellt werden. Insbesondere Immobilien haben einen hohen Energieverbrauch, der die Klimabilanz stark beeinflusst. 

2. Stromverbrauch

Während beim E-Commerce in der Regel weniger als eine Kilowattstunde Strom je Produkt verbraucht wird, sind es beim stationären Handel im Schnitt über vier Kilowattstunden. Das macht sich bei der Klimabilanz insbesondere durch den hohen Anteil von Kohle im deutschen Energiemix bemerkbar, durch den die Stromgewinnung hierzulande noch sehr Treibhausgas-intensiv ist. Insgesamt hat der Stromverbrauch den größten Einfluss auf die Klimabilanz in diesem Vergleich.

3. Zustellung vs. Autofahrt zum Einzelhändler

Während beim E-Commerce Lieferwagen zur Auslieferung zum Einsatz kommen, fahren viele Konsumenten beim Einkauf in Ladenlokalen mit dem Auto. Bei diesen Autofahrten werden im Schnitt wesentlich mehr Treibhausgase freigesetzt. Dabei wurde auch mit berücksichtigt, dass im E-Commerce 5 - 10% der Pakete nicht beim ersten Versuch zugestellt werden können.

Die bessere Klimabilanz von Online Bestellungen liegt vor allem daran, dass ein einziger Lieferwagen in der Regel mindestens ein Dutzend Haushalte beliefert und im Schnitt unter einem Kilometer pro Produkt fährt. Bei den Autofahrten sind es im Schnitt acht Kilometer. Die Studie unter Führung von Oliver Wyman berechnet auch, dass selbst wenn alle Kunden zu den Ladenlokalen laufen würden, der Onlinehandel im Schnitt klimaschonender wäre.

 

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Wen man also im Internet bestellt, verursacht man im Schnitt weniger CO2-Emissionen, als beim Kauf in Geschäften. Doch bis zum flächendeckenden klimaneutralen Handel ist es noch weit.

 

Hinweis:

Wir stehen nicht für einen exzessiven Konsum. Wir sind überzeugt von langlebigen und nachhaltigen Produkten. Deshalb arbeiten wir mit z.B. mit Bio-Baumwolle sowie recycelten & biologisch abbaubaren Materialien. Wie wir zudem mit einer Vermeidung von Inventar durch eine Auftragsfertigung in Handarbeit zur Klimaschonung beitragen, erfahrt ihr in unserem nächsten Blog Beitrag. 

Im Sinne von Slow Fashion möchten wir euch auch raten, nur Kleidung zu kaufen, von der ihr wirklich überzeugt seid - denn länger tragen ist wesentlich nachhaltiger, als nachhaltig neu zu kaufen. 

 

Quellen: 

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